Ein Gewitter hat heute im Bereich Schwellbrunn im Kanton Appenzell-Ausserrhoden enorme Regenmengen in kurzer Zeit hinterlassen. Aus der Ferne dabei war auch ich:
Nach 25 Kilometern erfolglosem Velo-Chasing im Appenzellerland wollte ich in St.Gallen gerade nachhause fahren, als ich hinter mir hochreichende Quellbewölkung in die Höhe schiessen sah. Also fuhr ich noch einmal zurück über St.Gallen-Haggen in Richtung Stein.
Es sah zwar nicht wirklich organisiert aus, doch die Quellwolken und Fallstreifen liessen mich auf bessere Bilder hoffen. Dabei war auch Donnergrollen zu hören.
Tatsächlich. Die Zelle schien sich besser zu formieren. Auf gut Glück fuhr ich ein Strässchen einen Hügel hinauf und die Entscheidung erwies sich als Richtig. Ein deutlich abgegrenzter Niederschlagsbereich mit dichten Fallstreifen wurde sichtbar. Ich wusste, dass dort wohl heftiger Niederschlag fällt, vielleicht sogar mit kleinem Hagel – irgendwo in Richtung Herisau-Degersheim.
Einige Minuten später wurde der Niederschlagsvorhang noch markanter:
Bei diesem Bild dürfte der heftigste Niederschlag gefallen sein. Die Radarsummenkarte zeigte im Nachhinein im Bereich Schwellbrunn lokal eine Regensumme von über 40 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde und von 16 bis 19 Uhr fielen gesamt gar über 70 Liter pro Quadratmeter. Bei derartigen Regenmengen kommt es häufig zu lokalem Hochwasser, Überschwemmungen und Erdrutschen. Glücklicherweise blieben derartige Medienberichte bisher aus.
Die grösste von einer Messstation gemessene Regenmenge war 20.8 mm und wurde in Schwellbrunn gemessen. Da solche Gewitterschauer extrem lokal sind, könnten lokal deutlich grössere Mengen gefallen sein.