Milder Winter 2015/2016?

Ich muss zugeben, dass es etwas unseriös ist, Anfangs Oktober schon eine Winterprognose zu wagen, doch es ist interessant.

Scheinbar haben die Durckverhältnisse um die Südspitze Amerikas einen erheblichen Einfluss auf die Witterung im Winter bei uns!

Folgend habe ich alle Jahre aufgelistet, indenen der Luftdruck im September westlich der Südspitze Amerikas überdurchschnittlich hoch war und die Abweichung der Temperatur des kommenden Winters:

2013  +1.8 K
2007  +1.3 K
2006  +2.7 K
2001  +0.1 K
2000  +1.7 K
1998  -0.6 K
1997  +1.1 K
1993  +1.7 K
1989  +2.2 K
1988  +1.3 K
1987  +1.7 K
1986  -1.5 K
1981  -0.4 K
1979  +1.4 K
1977  +0.1 K
1976  +0.9 K

Die Temperaturangabe in Kelvin bezeichnet die Abweichung vom Mittel der letzten 9 und kommenden 10 Jahre. In der vierzigjährigen Periode gab es 16 Fälle, indenen eine deutliche positive Druckanomalie zu erkennen war. Dabei wurde der kommende Winter in 13 Jahren zu mild. Dies bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit unter der gegebenen Bedingung für einen milden Winter 81% beträgt! Nur in 6% der Fälle wurde er deutlich zu kalt (mehr als ein Grad weniger als normal). Dagegen lag die Wintertemperatur zu 63% mehr als ein Grad über dem Normwert.
Das ist ein gutes Ergebnis, das zur Winterprognose verwendet werden kann. Der Zusammenhang überrascht mich, da die Schlüsselregion

 

Filtert man nun die Jahre heraus, indenen zudem auch eine negative Druckanomalie westlich der Südspitze Amerikas aufgetreten ist, ergibt sich Folgendes:

2006  +2.7 K
1997  +1.1 K
1993  +1.7 K
1988  +1.3 K
1987  +1.7 K
1981  -0.4 K
1976  +0.9 K
1968  -1.0 K
1966  +0.9 K
1965  +1.8 K

Das Ergebnis ist das gleiche: Mit 80% Wahrscheinlichkeit wird der Winter wärmer als normal, zu 60% kann ein über 1°C wärmerer Winter erwartet werden.

 

Was bedeutet das nun für den kommenden Winter?

Beide Bedingungen sind dieses Jahr im September erfüllt. Deshalb kann (mit 80% Trefferwahrscheinlichkeit) von einem überdurchschnittlich warmen Winter ausgegangen werden. Wahrscheinlich wird die Temperatur sogar deutlich überdurchschnittlich.

Der letzte Abschnitt eines Beitrags vom 25.September unterstützt diese Prognose:

Ausserdem wird der Winter nach drei zu warmen Sommermonaten meist zu warm, genauer gesagt in rund 80% der Fälle. Diese Bedingung wurde im 2015 erfüllt. Es sollten aber noch weitere Regeln in die gleiche Richtung zeigen, um eine Prognose herausgzugeben.“

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