Wetterprognose kommende Tage: Kommt der Winter?

Bringen uns die kommenden Tage den Winter? Hier erfahren Sie es. Ich habe eine Prognose aus den Wetterkarten der Wettermodelle GFS, WRF und ICON erstellt. Die Temperaturen und die Nierschläge gelten vor allem für Mörschwil, das auf etwa 550 Metern über Meer liegt. Aber in der Umgebung ist das Wetter nur geringfügig anders.

Donnerstag: Am Nachmittag schwacher Niederschlag, Schneefallgrenze von 1000 Metern bis in die Niederungen sinkend. Keine oder nur wenige Zentimeter Schnee. -1/3°C. Windig.
Die Temperatur liegt am Morgen zwischen -2 und 0°C. Am frühen Nachmittag werden Höchstwerte zwischen 2 und 4°C erreicht. In St.Gallen liegt die Temperatur meist nur knapp über dem Gefrierpunkt und die besagten 4°C werden vor allem in den Tiefen Lagen am Bodensee erwartet. Im Verlaufe des Nachmittags setzt schwacher Niederschlag ein. Zu Beginn liegt die Schneefallgrenze bei 1000 Metern, sinkt aber rasch wieder in die tieferen Lagen bis etwa 500 Meter, abends fällt wahrscheinlich aller Niederschlag als Schnee.
Die Niederschlagsmengen sind aber sehr bescheiden. WRF erwartet nur einen Milimter, das würde nicht einmal für eine „angezuckerte“ Landschaft reichen.
GFS sieht etwas mehr Niederschlag, mit 4 bis 8 mm kann man danach rechnen, das würde auch in Mörschwil ein paar wenige Zentimeter Schnee bringen.
Der Wind frischt wieder etwas auf, erreicht aber mit Böen bis 50 Km/h die Warnschwelle nicht.

 

Freitag: Schneeschauer bis in die tiefsten Lagen, insbesondere ab dem Nachmittag. Ein paar Zentimeter Neuschne. -3/1°C. Windig.
Es fallen einige Schneeschauer, insbesondere am Nachmittag wenn die Labilität durch Höhenkaltluft verstärkt wird. Einzelne Wintergewitter sind im Bereich des Möglichen. Die Niederschlagsmengen sind weiterhin nicht gross. WRF rechnet mit einem Milimeter, was etwa einen Zentimeter Schnee ergibt. GFS lässt 2 bis 5 Zentimeter Schnee erwarten und ICON etwas mehr.
Der Wind ist weiterhin lebhaft mit Böen um 60 Km/h. In Schauern und eventuell Gewittern sind Windspitzen um 70 Km/h möglich.

Samstag: Schneeschauer, -2/0°C, 3 bis 10 Zentimeter Neuschnee.

Weitere Aussichten – kalt:
Am Sonntag kalt mit minimal -4 und maximal 0°C. Dazu wahrscheinlich Schneeschauer, die möglicherweise nochmals einige Zentimeter Neuschnee bringen.

Die kommende Woche wird eiskalt! Der Winter bleibt zumindest vorübergehend bei uns. Von Montag bis Mittwoch werden Tiefstwerte von -7 bis -11°C erwartet. Auch tagsüber wird der Gefrierpunkt mit -6 bis -2°C nicht überschritten. Die Niederschlagsneigung ist gering, weshalb kaum weiterer Schnee zu erwarten ist. Eine gewisse Schneedecke sollte bis dahin aber vorhanden sein.

Ab dem Donnerstag wird es wahrscheinlich wieder milder.

 

Was ist passiert, dass der Winter jetzt zuschlägt?
Im Dezember lag die Schweiz anhaltend unter dem Einfluss eines Subtropenhochs, das stark nach Norden verschoben war. Aus südlichen Richtungen gelangten milde Luftmassen in die Schweiz und die Kälte aus Norden hatte keine Chance, dieses Blokadehoch anzugreifen. Anfangs Januar stiess der Hochdruckkeil gar bis Skandinavien vor und brachte Osteuropa einen Kälteeinbruch. Der Keil wurde dünner und die Tiefdruckgebiete hatten ein leichtes Spiel, dessen Platz einzunehmen.
Deswegen fand zum Jahreswechsel eine Umstellung von sehr trockener zu nasser Witterung statt.
Kaltluftausbrüche im Bereich um Neufundland auf das warme Meer hinaus befeuerten die Tiefdruckaktivität und schickten ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen über den Altantik nach Mitteleuropa. Da kein Subtropenhochkeil mehr vorhanden war, wurden sie nicht mehr nach Norden abgeleitet, wie im Dezember.
Ab dem 9.Januar wurde der Kaltluftstrom auf das Meer hinaus schwächer. Die Folge war, dass keine neuen Tiefdruckgebiete gebildet wurden. Dies führte dazu, dass sich über dem Atlantik ein Hochdruckgebiet aufbauen konnte. Dieses nimmt nun Verbindung auf mit einem starken Hochdruckgebiet über Grönland.
Der Kaltluftzustrom auf das Meer hat sich heute bereits wieder regeneriert, doch das Hochdruckgebiet wandert nun über den Atlantik nach Osten. Die Wettermodelle berechnen, dass es sich in den kommenden Tagen in die Richtung Nord-Süd ausdehnen und auf der Linie Spanien-England platzieren wird. Damit ist die Westwindzirkulation vollständig unterbrochen und an der Ostflanke des Hochdruckgebiets gelangen kalte Luftmassen aus nördlichen Richtungen nach Mitteleuropa.

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