Witterungstendenz

Der März war bisher zu kühl und leicht zu trocken. Abgesehen von den selteneren Niederschlägen als erwartet war die Prognose recht zufriedenstellend. Aber es fehlen natürlich noch einige Tage bis zur definitiven Bilanz.

Nun wurde es aber mild. Gestern stieg das Thermometer auf 13.5°C und auch heute wurde die 10-Grad-Marke klar überschritten. Ist das die Rückkehr der überdurchschnittlichen Temperaturen, wie wir sie diesen Winter in einer extremen Variante erlebten?

Über die ganze Nordhalbkugel gemittelt liegt die Temperatur derzeit mehr als 1°C über dem Durchschnitt von 1981 bis 2010. Dies bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit für überdurchschnittliche Temperaturen schon einmal erhöht ist. Doch es kommt viel mehr auf die vorherrschende Wetterlage an, ob kalte oder warme Lufmassen zu uns geführt werden. Der März war bisher 1 bis 2°C zu kühl trotz der „schwitzenden“ Nordhalbkugel. Die Ursache ist eine nordöstliche Anströmung. Damit wurden aus höheren Breiten kalte Luftmassen herangeführt. Sie waren aber auch nicht ganz so kalt, wie sie vor dem aktuellen Klimawandel meist waren.

 

Die aktuelle Temperaturverteilung sieht so aus: Karte
Dargestellt sind die Abweichungen der Temperatur vom Normwert. Hier sehen sie die aktuellste Karte, die die Abweichungen vom 24.3.2016 aufzeigt.

Die starken Temperaturgegensätze zwischen den USA und Kanada kurbeln die Tiefdruckbildung an. Auf DIESER Karte sehen Sie, dass auch das Wasser im westlichen Atlantik verstärkte Temperaturunterschiede aufweist. (Gegen Norden kälter, gegen Süden wärmer als normal).

Das Azorenhoch ist aktuell nach Süden verschoben. Aus Westen kommende Tiefdruckgebiete ziehen südlicher als üblich durch und bescheren Mitteleuropa einen wechselhaften Wettercharakter mit vorwiegend südwestlichen bis westlichen Winden. Damit werden in den kommenden Tagen für die Jahreszeit zu warme Luftmassen zu uns geführt.

El-Niño ist nach wie vor präsent. Bei einer Untersuchung im März hat sich ergeben, dass der Lufdruck im April in El-Niño-Jahren über England unter dem Durchschnitt liegt. Dies passt relativ gut zu einer westwindgeprägten Wetterlage, wie sie aus den oben genannten Elementen zu erwarten ist.

 

Fazit der heute etwas weniger ausführlichen Prognose: Die kommenden eins bis zwei Wochen werden wechselhaft. Die Temperatur ist veränderlich, liegt aber vorwiegend über dem Durchschnitt.

 

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