Dem regelmässigen Nutzer meiner Wetterdaten dürfte aufgefallen sein, dass der Unterbruch bei der Temperaturmessung nun schon über drei Wochen andauert. Da ich mich fast nur für Arbeiten rund um die Wetterstation handwerklich betätige, habe ich den Aufwand für die Renovation der Wetterhütte deutlich unterschätzt. Besonders das Abschleifen der alten und das Auftragen der neuen Farbe an den Lamellen gestaltete sich sehr mühsam und zeitaufwendig. Doch mittlerweile sind alle Teile gestrichen und werden nun zusammengebaut. Daher dürfte die Temperaturmessung in den kommenden Tagen wieder aufgenommen werden.

Die frisch gestrichenen Einzelteile der Wetterhütte. Im Vordergrund die vier Seitenwände mit Lamellen, die die Sonneneinstrahlung reflektieren, aber gleichzeitig für ausreichend Luftaustausch sorgen.
Gerade in den kommenden Tagen sind Temperaturmessungen statistisch relevant, da wir uns in einer ungewöhnlich starken Hitzewelle befinden. In den tieferen Lagen der Ostschweiz wurde heute auf dem Messnetz der MeteoSchweiz bereits der vierte Hitzetag (>30 °C) in Folge registriert. An mehreren Stationen lagen die Höchstwerte heute über 33 Grad, was für einen Juni äusserst heiss ist. Gemäss einer Zusammenstellung von SRF Meteo fehlten heute im etwas weniger heissen St. Gallen mit 30.6 Grad nur noch 0.8 Grad zum lokalen Juni-Rekord.
Auch die kommenden Tage hält uns die Hitzewelle im Griff. Zum Ende der Woche könnte es gemäss aktuellen Vorhersagen sogar noch 1 oder 2 Grad heisser werden, womit bestehende Rekorde für den Monat Juni ins Wanken geraten. Daher setze ich alles daran, die Wetterhütte möglichst bald wieder in Betrieb zu nehmen. Der aktuelle Juni-Rekord in Mörschwil-Bitzi liegt bei 34.6 Grad, gemessen am 18. Juni 2013. Da sich die Station inmitten einer Siedlung befindet, liegen die Höchstwerte jeweils etwa 1 Grad über den offiziellen Messwerten der umliegenden Stationen.
