Typisch April: Vom Frühsommer in den Spätwinter!

Der diesjährige Frühling zeichnete sich bisher durch ungewöhnliche Wärme aus. Dies ging so weit, dass nach frühsommerlichen Tagen am 3. April ein kräftiges Hagelgewitter über Mörschwil zog. Nicht nur in der Schweiz, sondern in praktisch ganz Europa waren die Temperaturen im Frühling 2017 bisher massiv über der Norm:

Quelle: ESRL

Grüntöne bedeuten, dass die Region bis zu 1.5°C zu warm war, das ist noch recht normal. Gelb- und Orangetöne zeigen schon eine bedeutende Wärmeanomalie und Rot, wie in Osteuropa, steht für ungewöhnliche „Hitze“, bei der die Temperaturen vier Grad höher sind als üblich. Solche Abweichungen wie in Osteuropa sind schon ziemlich „brutal“. In der Schweiz war seit Februar an einzelnen Wetterstationen bisher noch kein Tag kälter als üblich, es war praktisch durchgehend viel zu warm.

Der Luftdruck über Europa war ebenfalls massiv höher als normal. Die im Hoch absinkende Luft erwärmt sich, sodass sich Wolken auflösen und die Sonne zusätzlich einheizt. Ähnliches passierte auch in den Jahren 2014 und 2011, wobei es 2011 etwas kühler blieb. Dieses nach Norden verschobene Subtropenhoch ist in letzter Zeit ein häufiger Begleiter – in etwa seit dem Hitzesommer 2015 – und ist verantwortlich für die aktuelle Trockenheit.

Nun steht aber eine Wende um 180 Grad an! Ähnlich wie bereits im Januar manifestiert sich im Bereich der Britischen Inseln in der kommenden Woche ein kräftiges Hochdruckgebiet. Dieses zapft arktische Kaltluft an und führt diese über Skandinavien nach Mitteleuropa. Trotz leichter Erwärmung über dem Kontinent hat die Luftmasse bei der Ankunft in der Schweiz voraussichtlich eine spätwinterliche Temperatur. Am Dienstag sinkt die Schneefallgrenze bei Schauern wahrscheinlich bis in tiefe Lagen. Die Nachte auf Mittwoch und Donnerstag werden voraussichtlich gar frostig. In Muldenlagen können die Temperaturen bis auf -5°C sinken. Viele Pflanzen befinden sich derzeit wegen der starken Wärme bereits in der Blüte und sind äusserst empfindlich auf Frost. Sie können bereits bei 0°C erheblichen Schaden nehmen.

Bis Ende April liegen die Temperaturen danach weiterhin um oder unter dem langjährigen Mittelwert, weitere Nachtfröste sind im Bereich des Möglichen. Bereits vor einem Jahr kam es im April zu einem späten, heftigen Kälteeinbruch mit etwas Schnee.

Eine entsprechende Unwetterwarnung wird am Tag vor dem ersten Frost ausgegeben.

 

 

 

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