Convective Outlook für Dienstag

Heute wurde das Warngebiet von schweren Gewittern verschont.

Auf Morgen ändert sich an der Lag nur wenig. Ein Omegahoch ist derzeit über Nordeuropa zu finden. Westlich und östlich davon befinden sich zwei ausgeprägte Tiefdruckgebiete. Dagegen ist die Druckverteilung über der Schweiz flach. Das Hoch über der Nordsee verliert an Einfluss auf unser Wetter ein wenig.

Über Nordosteuropa spaltet sich das zum Bodentief gehörende Höhentief in zwei Teile, sodass ein Kaltlufttropfen entsteht. Dieser kommt aber nur langsam voran, sodass er die Schweiz noch nicht beeinflusst.

Das Gewitterrisiko nimmt im Verlgleich zu gestern wohl noch ein wenig zu.

Es entwickeln sich etwa 500 J/Kg MLCAPE laut GFS und 1000-1500 J/Kg laut WRF. Die tatsächlichen Werte werden wohl gegen J/Kg 1000 gehen.

Ohne einen wesentlichen dynamischen Auslöser entwickeln sich Gewitter erneut orografisch, das heisst an Berghängen. Der Schnee in den Alpen ist mittlerweile grösstenteils geschmolzen und die inneralpinen Gebiete erwärmen sich stark, sodass der Schwerpunkt wie schon in den vergangenen Tagen dort liegen wird. Auch am Jura und den Voralpen entlang dürften einige Gewitter entstehen. Wahrscheinlich trocken bleibt es im Mittelland, im Warngebiet im Thurgau, dem Fürstenland und dem nördlichen Appenzellerland. Je weiter man sich südlich befindet, desto höher ist generell das Gewitterrisiko. Im Alpsteingebiet, um den Walensee und in Richtung Sarganser Rheintal könnte es wie heute auch morgen wieder nass werden.

Die Gewitter werden nicht sonderlich organisiert sein, da ein bedeutender Höhenwind, also Windscherung, fehlt. Heikel sind solche Gewitter bezüglich Starkregen. Innert ein bis zwei Stunden können in den oben genannten Gebieten örtlich 20 bis 40 mm Regen fallen, was zu Problemen führen kann. In Bächen sind Flutwellen möglich, es kann zu Überflutungen kommen und gerade im hügeligen Gebiet besteht die Gefahr von Erdrutschen oder Murgängen.

Am Jura sind heute bei einem Gewitter in wenigen Stunden über 100 mm Regen gefallen, wie auf der Regensummenkarte zu sehen ist. Solche Mengen können verheerend wirken!

Die Gewitter haben auch ein gewisses Potential für Hagel und Sturmböen. Diese Risiken sind allerdings eher gering, wahrscheinlich fällt Hagel nur mit kleinen Körnern unter 2 cm und Sturmböen dürften allerhöchstens lokal eng begrenzt auftreten.

 

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