Infos zur Unwetterlage

Wie bereits angekündigt wurde, bahnt sich heute eine Unwetterlage an. Auch wenn sich die Modelle im Grossen und Ganzen einig sind, bestehen noch Unsicherheiten. Hier bekommen Sie ab und zu weitere Infos:

Es besteht heute Abend in der Nordschweiz die Gefahr von sehr heftigen Gewittern mit Grosshagel, orkanartigen Böen und Starkregen.

14:22 Uhr: Der Föhn reicht nur bis etwa Buchs. Dabei in Vaduz derzeit 35.5°C! Damit steigt das Risiko für schwere Gewitter auch im südlichen Thurgau und Fürstenland an. Die Labilitätswerte sind für unsere Region äusserst hoch. Mein Tipp derzeit wäre, dass gegen Abend eine Superzelle (oder zumindest starke Gewitterzelle) vom Vierwaldstättersee her ins Thurgau hinaus zieht und heftigen Hagelschlag, sowie massive Windböen bringt. Aber drauf wetten würde ich nicht.

11:16 Uhr: Wo es heute zu Schwergewittern kommen wird entscheiden Sonneneinstrahlung, Windscherung und Föhneinfluss. Die ersten beiden Parameter müssen für Schwergewitter stark, der Föhn schwach oder nicht ausgeprägt sein. Am Jura könnte die Einstrahlung etwas geringer sein, aufgrund von abgeschwemmter Bewölkung. Mit Föhn gibt es da im Osten mehr Potential, aber der Föhn trocknet wiederum die Luft ab, womit den Gewittern das „Futter“, die Feuchtigkeit fehlt. Die Windscherung ist überall in der Nordschweiz etwa gleich stark. Somit kristallisiert sich derzeit als am meisten gefährdete Region das Mittelland zwischen Bern und Winterthur bis zum Nordrand der Schweiz heraus, wo Sonneneinstrahlung und Windscherung zusammenkommen aber kein Föhneinfluss vorherrscht. Dabei sind gut organisierte Gewitter bis hin zu Superzellen wahrscheinlich, die in der stark labilen Umgebung sehr heftig werden können. Eine grosse Intensität der Gewitter ist nicht nur wegen der Windscherung sondern auch wegen der grossen Labilität zu erwarten, die nicht gerade in Gewitter umgesetzt wird, sondern sich weiter aufbauen kann. Eine derartige Überlappung von Windscherung und Labilität kam in den letzten Jahren nicht häufig vor und birgt grosses Unwetterpotential. Es besteht vor allem die Gefahr von Grosshagel und Sturmböen. Im Thurgau nimmt das Risiko besonders gegen Südosten hin wegen dem Föhneinfluss ab.

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