Monatsbilanz Oktober: zu kalt

Die sommerliche Wärme des Septembers wurde mit dem Oktober abrupt beendet, sodass es von einem weiterem „Sommermonat“ direkt in den Herbst ging.

Im Mittel war der Monat mit 8.5°C um satte 8.7°C kälter als der September! Das wäre in etwa vergleichbar damit, wenn auf den August direkt der Oktober folgen würde. Verglichen mit dem Normwert war der Oktober 2016 1.5°C zu kalt. Eine vergleichbar starke negative Abweichung vom Normwert kam letztmals im Februar 2015 mit 1.6°C vor. Seither war die Witterung grösstenteils wärmer als üblich.

Dagegen war die Niederschlagssumme recht durchschnittlich. Mit gefallenen 72.9 mm fielen nur 13% weniger als normal.

Schnee gab es keinen, wobei dies im Oktober ohnehin ungewöhnlich wäre.

 

Rückblick

Zum Monatsbeginn wurde gleich der Höchstwert von 21.1°C gemessen. Gut für die Statistik, sonst wäre die 20-Grad-Marke in weiter Ferne gelegen.
Nach einigen durchschnittlich temperierten Tagen mit etwas Regen etablierte sich ein Skandinavienhoch, das fleissig Kaltluft aus Nordosten nach Mitteleuropa schaufelte. Es folgten die ersten empfindlich kalten Nächte mit Bodenfrost und die Temperatur kämpfte um zweistellige Werte tagsüber. Dafür zeigte sich aber auch ab und zu die Sonne.

Sonnenuntergang in Mörschwil (3.Oktober 2016)

Sonnenuntergang in Mörschwil (3.Oktober 2016)

...und am Folgetag mit Sonnenstrahlen

…und am Folgetag mit Sonnenstrahlen

Sonnenuntergang zwischen Ilanz und Disentis

Sonnenuntergang mit feinen Federwolken zwischen Ilanz und Disentis

Das Bild erinnert an den Sommer... aber der Lai da Sontga Maria auf dem Lukmanierpass wäre eiskalt

Das Bild erinnert an einen Badetag im Sommer… aber der Lai da Sontga Maria auf dem Lukmanierpass wäre eiskalt gewesen

Am 9. wurde das Wetter turbulenter. In Höhenkaltluft entwickelten sich schwach blitzaktive Gewitter, die über dem Bodensee einen Funnel produzierten. Dabei fiel im Südteil Mörschwils auch Graupel.

Beim genauen Hinsehen, erkennt man einen feinen Wolkenschlauch

Beim genauen Hinsehen, erkennt man einen feinen Wolkenschlauch (9. Oktober 2016)

Vom 11. bis 16. Oktober folgte wieder eine trockene, aber kühle Phase mit einem Wechsel aus Hochnebel, Wolken und Sonne.

Danach wurde die Witterung wechsehlafter, aber zum Teil auch etwas milder. Durch Aufklaren wurde am Morgen des 22. mit 1.8°C die tiefste Temperatur des Monats gemessen.

Die letzten fünf Tage des Oktobers waren wieder eher hochdruckbestimmt und trocken. Wie so oft bei Hochdrucklagen im Spätherbst machten aber vor allem am Vormittag Nebel und Hochnebel der Sonne den Platz streitig. Darüber und nach dessen Auflösung in Mörschwil war es sehr sonnig mit sehr guter Fernsicht.

Panoramabild vom St. Anton aus: Unten im Rheintal grau, im Appenzellerland und Voralberg blau (28. Oktober 2016)

Panoramabild vom St. Anton aus: Unten im Rheintal grau, im Appenzellerland und Voralberg blau – zumindest wenn man sich die feinen Federwolken wegdenkt (28. Oktober 2016)

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