Turbulente Wetterwoche!

Für mich gehörte der Dezember und das erste Januardrittel zu einer der langweiligsten Zeit was das aktuelle Wetter betrifft. Ein Subtropenhoch blockte jegliche Tiefs ab. Gut ich muss zugeben, es war zwar langweilig, aber schön. So viel Sonne und teils hohe Temperaturen sind auch angenehm. Die mittlere Temperatur von Anfangs Dezember bis heute liegt bei 4.0°C. Das ist ein Überschuss von +2.8°C gegenüber dem langjährigen Mittelwert!

Es wird langsam Zeit für eine Kältewelle! Das Subtropenhoch hat sich schon „umgebracht“. Es stiess bis weit in den Norden vor und konnte einen ersten Kaltluftvorstoss über Osteuropa verursachen. Durch den Vorstoss nach Norden zog es sich in die Länge und wurde instabil. Tiefdruckgebiete aus Westen siegten Anfangs Januar und so war ein erstes Winterhindernis beseitigt. Als „Motor“ für die Tiefdruckaktivität dienen Kaltluftvorstösse über Neufundland auf das offene Meer hinaus. Die Tiefdruckgebiete sorgen aber für südwestliche Winde in der Schweiz und diese sind mild und unwinterlich.
Der Kaltluftvorstoss über Neufundland schwächt sich derzeit gerade deutlich ab. Dabei nimmt die Tiefdruckaktivität ab und das Azorenhoch kann sich nach Norden verlagern und die Atlantikzirkulation blockieren.

Die Blokade des Westwindes macht den Weg frei für kalte Luftmassen aus nördlichen oder östlichen Richtungen.

Wie sieht es nun aus in den kommenden Tagen?

Der Montag wird windig und verregnet. Im Tagesverlauf zieht eine Kaltfront über die Schweiz. Die Kaltluft in der Höhe eilt aber der Kaltluft am Boden weit voraus. Die Temperaturdifferenz zwischen 500 hPa und 850 hPa beträgt deswegen am Nachmittag 28°C. Ein solcher Temperaturgradient kann im Winter von Gewittern begleitet werden. Es ist in Lagen ab 600 Metern mit Schnee-, sonst mit normalen Gewittern zu rechnen, die den Höhenwind von rund 45 Knoten als Sturmböen bis 85 Km/h heruntermischen können! Ausserhalb von Gewittern liegt die Schneefallgrenze in der Nacht auf Monat generell bei 600 bis 700 Metern.

Am Dienstag herrscht ebenfalls Schauerwetter, beidem einzelne Gewitter zu erwarten sind. Die Temperatur liegt in Mörschwil bei 2 bis 4°C und die Niederschläge fallen teils als Schnee, teils auch als Regen. Eine Schneedecke ist noch nicht zu erwarten. Einzelne Sturmböen um 75 Km/h sind in Gewittern weiterhin vorhanden.

Am Mittwoch wird es dann noch etwas kälter. In der Nacht gibt es Schneeschauer. Der Schnee bleibt ab etwa 600 bis 700 Metern liegen. Die Mengen liegen bei etwa 5 Zentimeter auf 800 Metern und nehmen darunter rasch ab. Der Wind bleibt ein Thema, in Schauern sind weiterhin Böen um 75 Km/h möglich. Tagsüber ist es meist trocken.

In der Nacht auf den Donnerstag ist es trocken und die Temperaturen sinken auf etwa -2°C. Es kann zu glatten Strassen kommen. Was am Donnerstag genau passiert, ist unsicher. Ein Tief mit einer Warmfront könnte Niederschlag bringen, wobei die Schneefallgrenze kurzzeitig auf 1300 Meter steigen würde, um bald wieder in die tiefen Lagen abzusinken. Ein Anderes Szenario wäre eine Schneefallgrenze von vorübergehend um die 600 Metern, die abends wieder absinkt. Die Schneemengen werden unter 700 Metern nicht bedeutend sein.

Am Freitag schneit es dann immer wieder und das bis in tiefe Lagen bei maximal etwa 2°C und minimal rund -3°C in Mörschwil. In St.Gallen kann mit 5 bis 10 cm Neuschnee, in Mörschwil mit etwa 5 cm gerechnet werden. Die Spanne der möglichen Höchsttemperaturen vom Modell GFS liegt zwischen eiskalten -5°C und noch leicht schneefeindlichen +3°C.

Das Wochenende wird, sofern nicht gerade etwas Aussergewöhnliches passiert, winterlich kalt. Meist liegt die Temperatur unter dem Gefrierpunkt nur tagsüber sind 1 bis 2 Grad Plus zu erwarten. Zeitweise fällt auch noch ein wenig Schnee. Diese Vorhersage ist ziemlich sicher. Ein schöner Schwall Höhenkaltluft ist nocht das i-Tüpfchen: Er sorgt für eine labile Atmosphäre und somit für wiederholte Schneeschauer am Samstag, bevor am Sonntag wahrscheinlich Ruhe einkehrt.

Danach scheint sich langsam der Atlantik wieder zu melden und es wird tendenziell milder. Die Unsicherheit ist aber noch gross.

 

 

 

 

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